Stationäre Pflege

Immer mehr erheblich pflegebedürftige, zumeist ältere Menschen, leben in Deutschland in stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege. Und die Zahl wird mit Blick auf die demographische Entwicklung künftig noch steigen.

Als zentrale Aufgabe der stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen ist die Pflege, Betreuung und Unterbringung von bedürftigen Menschen im Bereich der Pflegestufen 1 bis 3. Gründe für den Umzug der pflegebedürftigen Senioren in eine stationäre Pflegeeinrichtung sind in gesundheitlichen und sozialen Aspekten zu suchen. Es ist ihnen nicht mehr möglich, sich umfassend zuhause zu versorgen und die ambulante Pflege stößt aufgrund der erforderlichen Vollbetreuung an leistbare Grenzen. Grundsätzlich gilt auch im Bericht der Pflege die Leitlinie „Ambulant vor Stationär“. Neben der Bereitstellung von Zimmern/ Appartements mit sanitären Einrichtungen, die mit persönlichen Sachen der Bewohner ausgestattet werden können, bietet die stationäre Pflege für die Betroffenen Verpflegung sowie hauswirtschaftliche und allgemeine Versorgung, Leistungen der Grundpflege sowie Behandlungspflege. Zu der Grundpflege gehören die Unterstützung und Hilfe der Senioren bei Aktivitäten des täglichen Lebens (z.B.: Körperpflege und Bewegungsangebote, Pflege von Geselligkeit und das Aufrechterhalten von sozialen Kontakten). Zur Behandlungspflege gehören alle Maßnahmen im Rahmen von Therapie und Diagnostik wie Medikamentengabe oder Verbandswechsel.
Ein ebenso wichtiger Grundsatz für die Pflegeeinrichtungen ist die enge Kommunikation mit den Angehörigen und vertrauten Ärzten der Bewohner. Des Weiteren stehen stets die individuellen Belange der Pflegeheimbewohner absolut im Mittelpunkt, damit diese sich geborgen und wohl fühlen.

Mit der Verabschiedung des Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG) tritt das Thema Advance Care Planning verstärkt in den Fokus stationärer Pflegeeinrichtungen. Advance Care Planning wird im Deutschen vielfältig übersetzt, z.B. als „gesundheitliche Versorgungsplanung“, „vorausschauende Versorgungsplanung“ oder „Vorausplanung der gesundheitlichen Versorgung“. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. hat hierzu eine Handreichung entwickelt. Dieses Konzept, welches in den USA, Australien, Neuseeland und Großbritanien bereits fest in den Strukturen des Gesundheitswesens etabliert ist, soll nun auch Gegenstand in unserem nunmehr 3. Sächsischen Hospizgespräch am 9. November 2016 in Dresden werden.

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Auseinandersetzung mit den Themenfeldern des hospizlichen Gedankens und der Sterbebegleitung in stationären Pflegeeinrichtungen im Hinblick auf die Umsetzung des in 2015 erlassenen Hospiz- und Palliativgesetztes in den nächsten Jahren weiter deutlich an Bedeutung gewinnen werden

Die ambulante Pflege findet im gewohnten Lebensumfeld des Patienten statt, in seinen eigenen vier Wänden. Sie umfasst die Grundpflege und Hauswirtschaft, Krankenpflege bzw. Kinderkrankenpflege oder auch die Psychiatrische Pflege sowie Haushaltshilfe. Die Mitarbeiter der ambulanten Pflege wissen, schätzen und schützen die Besonderheit dieser Gastrolle in der Häuslichkeit des Patienten. Der Gepflegte bzw. seine Angehörigen bestimmen das Maß der Pflege in Abstimmung mit dem Pflegedienst. Leistungen der Häuslichen Krankenpflege sind ärztlich delegierte Maßnahmen, die einer Verordnung bedürfen, von Patienten beantragt und der Krankenkasse vorab genehmigt werden müssen. Sie können jedoch auch von dem Patienten privat direkt finanziert werden.

Ziel der Ambulanten Pflege:
Versorgung eines Menschen in seiner gewohnten Umgebung durch Sozialstationen und private Pflegedienste, um das Verbleiben in den “eigenen vier Wänden” zu ermöglichen.
Ein würdevolles Sterben zu Hause ermöglichen, optimal in Kooperation mit einem ambulanten Hospizdienst.
Durch aktivierende Pflege soll eine Verbesserung bzw. Erhaltung der Gesundheits- und Lebenssituation erreicht werden bzw. ein voranschreitender Verlust von Ressourcen vermieden werden.

Vermeidung oder Verkürzung von Krankenhaus- oder Heimaufenthalten
Stößt die ambulante Pflege, das familiäre und soziale Umfeld an die Grenzen des Leistbaren in der Umsorgung des Patienten, so bieten stationäre Pflegeheime eine optimale Alternative für die Patienten, rund um die Uhr versorgt zu werden.

Erklärfilm: Das kann Hospizarbeit

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