Ambulante Palliativversorgung

AAPV = Allgemeine ambulante PalliativVersorgung: Die allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Palliativpatienten so weit wie möglich zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung, in stationären Pflegeeinrichtungen bzw. stationären Hospizen zu ermöglichen. AAPV beinhaltet die Palliativversorgung, die von Leistungserbringern der Primärversorgung (in erster Linie den niedergelassenen Haus- und Fachärzten sowie den ambulanten Pflegediensten) mit palliativmedizinischer Basisqualifikation erbracht werden kann. Der Großteil der Palliativpatienten, die medizinische und pflegerische Versorgung benötigen, kann auf diese Weise ausreichend versorgt werden. Die Leistungserbringer in der AAPV sind in der Regel nur zu einem kleinen Teil ihrer Zeit mit der Versorgung von Palliativpatienten beschäftigt. Die Versorgung richtet sich an palliativmedizinischen Therapiezielen und -inhalten aus. Geschulte ehrenamtliche Hospizmitarbeiter werden je nach Bedarf aktiv eingebunden. Reichen die therapeutischen Möglichkeiten nicht aus, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden, sind die Strukturen der spezialisierten Palliativversorgung einzubeziehen.
Definition DGP/DHPV 15.1.2009

SAPV = Spezialisierte ambulante PalliativVersorgung: Neben der palliativmedizinischen und pflegerischen Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Patienten im Krankenhaus oder Hospiz können unheilbar kranke Menschen auch palliativmedizinisch zu Hause versorgt und begleitet werden.

In Sachsen ist die Versorgung fast flächendeckend gewährleistet. Der Bereich Weißwasser weist noch einen “weißen” Flecken auf. Insgesamt arbeiten 18 Teams in Sachsen; davon ein pädiatrisches Brückenteam in Dresden.

Versorgungsgebiete der SAPV-Teams in Sachsen:

SAPV-in-Sachsen- Stand 24.02.2016

Palliativmedizin bedeutet, dass eine Symptomlinderung erfolgt, um die Lebensqualität der schwerstkranken und sterbenden Patienten so weit wie möglich zu verbessern.

Ein SAPV-Team besteht aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften, die rund um die Uhr für die häusliche Begleitung der SAPV bereit stehen. Unterstützt wird das Team durch Seelsorge, die ambulanten Hospizdienste und therapeutische Dienste. Im Erstgespräch mit dem Patienten und Angehörigen werden alle Fragen der Problemstellung, die sich durch die Erkrankung und der aktuellen Situation ergeben, sowie individuelle Bedürfnisse erörtert. Welche therapeutischen Maßnahmen zum Tragen kommen, wird mit dem Erkrankten, den Angehörigen und dem behandelnden Hausarzt abgestimmt.

SAPV ist ein Teil des palliativen Netzwerks, das für viele Betroffene eine Unterstützung darstellen kann. Oberstes Ziel des SAPV ist es, eine Situation zu schaffen, in der die Begleitung des schwerstkranken oder sterbenden Patienten im Kreise seiner Familie und Freunde möglichst lange sichergestellt ist.

 

 

Erklärfilm: Das kann Hospizarbeit