Stationäre Hospizarbeit

Ein stationäres Hospiz ist ein Haus für schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige. Die Selbstbestimmung und ein würdevolles Sterben des Patienten stehen im Mittelpunkt.

Medizinische Betreuung, Pflege und individuelle Begleitung auf dem letzten Lebensweg sind die zentralen Elemente der Arbeit. Hier gibt es auch Raum für Gespräche, Erinnerungen, Lachen und Weinen, Trost und Abschiednahme.
Die Begleitung in einem stationären Hospiz ist konfessionsübergreifend. Voraussetzung für die Aufnahme in einem stationären Hospiz ist das weitfortgeschrittene Stadium der Erkrankung und Unheilbarkeit derselben.

Um die Privatsphäre der Patienten in der finalen Lebensphase zu sicheren, stehen in einem stationären Hospiz grundsätzlich nur Einzelzimmer zur Verfügung. Die Patienten werden von einem multiprofessionellen Team (Pflegefachkräfte, Ärzte, Sozialpädagogen, Seelsorger, Psychologen und ehrenamtlichen Helfern) betreut. Damit wird eine ganzheitliche und individuelle Betreuung der Schwerstkranken bis zum Tod ermöglicht.

Sachsen verfügt derzeit über 7 stationäre Hospize und 1 stationäres Kinderhospiz.

Anja Merkel, Leiterin des stationären Hospizes in Chemnitz, berichtet in einem Beitrag beim MDR über die täglichen Abschiede in ihrem Haus und dem täglichen Umgang mit dem Tod.

Sterben im Hospiz – Menschen würdevoll in den Tod begleiten und ihnen die Angst nehmen. Das ist für die Mitarbeiter des Hospizes in Chemnitz Alltag und Herausforderung zugleich.