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Projekte 2018

Die Projekte des Landesverbandes für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V. werden gefördert durch den Freistaat Sachsen.

Der 8. Sächsische Hospiztag und Bürgerforum

Der sächsische Hospiz- und Palliativtag hat sich als gute Plattform für den regionalen und überregionalen Austausch und Dialog und interdisziplinären Vernetzung für alle im Hospiz- und Palliativbereich Tätigen bewährt. Auch hat sich der sächsische Hospiz- und Palliativtag im Laufe der Jahre zu einer herausragenden Größe im Bildungsbereich über die Grenzen Sachsens hinweg etabliert. Aus diesen Erwägungen resultierend will der Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen den Hospiz- und Palliativtag kontinuierlich im 2jährigen Rhythmus planen und veranstalten.

Um die hohe Qualität der Referenten zu sichern und dem zunehmenden erhöhten Organisationsbedarf gerecht zu werden, hat sich der Beginn der Planung und Konzipierung des Hospiz- und Palliativtages einem Jahr im Voraus als sinnvoll erwiesen und soll daher beibehalten werden.

Umsetzung des Projektes:

Als hervorragender Durchführungsort hat sich das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden aufgrund der geeigneten Räumlichkeiten (Großer Saal mit 600 Plätzen, kleinere Säle und mehreren Seminarräumen) und optimaler Erreichbarkeit gezeigt. Im Frühjahr 2018 sollen zwecks Abstimmung und Anmietung der Räumlichkeiten mit dem Hygiene-Museum Dresden erste Absprachen geführt werden.

Des Weiteren soll der 9. Sächsische Hospiz- und Palliativtag inhaltlich gut konzipiert und Referenten gesucht und eingeladen werden. Aufgrund des durchweg positiven Feedbacks seitens der Teilnehmer zum vorangegangenen Hospiztag wird voraussichtlich ein analoges Durchführungskonzept zum 8. Sächsischen Hospiz- und Palliativtag avisiert. Insbesondere soll die in 2017 erstmals angebotene Materialienbörse räumlich und inhaltlich erweitert werden. Den Mitgliedern soll die Möglichkeit geboten werden, sich in regionalen Organisationsgruppen zu treffen und einen Themenblock des 9. Sächsischen Hospiz- und Palliativtages inhaltlich mitzugestalten.

Erste Ankündigungen mit einer Save the date – möglich in Form einer Werbungskarte – sind für 2018 geplant.

Zielgruppe des 9. Sächsischen Hospiz- und Palliativtages sind in der Hospiz- und Palliativarbeit haupt- und ehrenamtlich Tätige, Pflegekräfte, Ärzte, Betroffene, Auszubildende, Studierende, Laien und die interessierte sächsische Bevölkerung.

Filmforum “Filme vom Abschied”

Das Filmforum – Filme vom Abschied hat sich in den vergangenen Jahren als ausgezeichnetes Projekt des Landesverbandes für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V. etabliert, um die Themen Alter, Sterben, Krankheit, Tod und Trauer der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dokumentieren lässt sich dies auch anhand der kontinuierlich steigenden Zuschauerzahlen in den drei Austragungsorten Dresden, Leipzig und Freiberg. Aus diesem Grund plant der Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V. erneut das Filmforum – „Filme vom Abschied“. Es wird sich voraussichtlich über 4 Wochen im Herbst 2018 erstrecken. Pro Woche wird ein Filmabend mit anschließender Diskussions- und Austauschmöglichkeit durchgeführt werden. Um die hohe Qualität der Gesprächs- und Diskussionsforen nach dem Film zu gewähren, werden auch für 2018 kompetente und interessante Gesprächspartner zu den Themen der Filme geladen. Dabei fragen wir bei gemeinnützigen Vereinen, Selbsthilfegruppen und in Kliniken nach möglichen Gesprächspartnern an und nutzen unsere Netzwerke hierfür. Auch integrieren wir unsere Vereinsmitglieder für mögliche Moderationen für einen Filmabend. Neben der Landeshauptstadt Dresden hat sich das Filmforum nunmehr auch in Leipzig und Freiberg gut etabliert und großen Zuspruch in der Bevölkerung gefunden. Das Filmforum soll daher in 2018 in den drei Städten veranstaltet werden.

Umsetzung des Projektes:

In den vergangenen Jahren haben sich das Programmkino Ost für Dresden, die Passage Kinos für Leipzig und das Kinopolis für Freiberg als kompetente Kooperationspartner zur Durchführung des Projektes aufgrund der guten Zusammenarbeit in den vergangen Jahren bewährt. Die Durchführung vor Ort wird wieder in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Hospizdiensten unter der Koordination des Landesverbandes geschehen. Damit wird der Vernetzungsgedanke aktiv unterstützt. Dem Landesverband, den Hospizdiensten sowie unseren Gesprächs- und Kooperationspartnern bietet sich die Möglichkeit der aktiven Öffentlichkeitsarbeit.

Expertentreffen zum Thema „Räume für Trauernde“

Das Thema Trauer ist gesellschaftlich insbesondere in der Hospizarbeit und Palliativversorgung sehr wichtig. Die Befragung des Landesverbandes von 03/2017 zum Thema bei den ambulanten Hospizdiensten in Sachsen hat ergeben, dass dieses Thema nicht nur für die ambulante Hospizarbeit nach §39a SGB V, sondern auch für andere Nahestehende z.B. durch eine plötzliches Ereignis Verstorbener wichtig ist und es hier anscheinend Defizite in den Angeboten für die Bevölkerung gibt. Das Thema Trauer ist auch ein Bereich der Handlungsempfehlungen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland an deren Umsetzungen der Landesverband aktiv mitarbeitet.

Die Unterscheidung zwischen Trauer, welche eine Begleitung oder therapeutische Intervention bedürfen, ist mittlerweile anerkannt. In dem Bereich der Begleitung braucht es aber dringend eine Differenzierung und ein Abgleich zwischen den Bedarfen, Angeboten und Zuständigkeiten. Aus diesem Grund wird der Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V. ein Expertenforum mit Allen an dem Thema Beteiligten zum Thema Trauerbegleitung unter Einbezug der Experten der therapeutischen Trauerangebote vorbereiten und organisieren. Insbesondere werden die Fragen: Welche Angebote gibt es? Welche „Lücken“ gibt es aus Sicht der Teilnehmer? Wer ist grundsätzlich dafür zuständig? erörtert. Im Ergebnis des Expertengespräches wird voraussichtlich im Folgejahr ein Dialogforum stattfinden, um die Ergebnisse der breiten Fachöffentlichkeit vorzustellen und eine Klarheit in der Umsetzung des breiten Themas der Trauerbegleitung zu befördern. Aufbauend auf das Dialogforum sind dann Informations-veranstaltungen oder ähnliches für die Bevölkerung geplant.

Die Umsetzung wird in zwei Phasen stattfinden.

Phase 1 Vorbereitung der Expertenrunde

Es werden 3 Treffen der Vorbereitungsgruppe bestehend aus max. 5 Mitgliedern des Landesverbandes zur Recherche und inhaltlichen Vorbereitung geplant. Es erfolgt durch diese Mitglieder, welche sich seit vielen Jahren mit diesem Thema auseinandersetzen, eine Recherche über alle notwendig und relevanten Experten.

Die methodische und inhaltliche Vorbereitung des Expertengespräches erfolgt im Anschluss, wenn die Teilnehmerzahl der Experten feststeht.

Phase 2 Durchführung der Expertenrunde

Auf der Grundlage der Phase 1 wird die Expertenrunde auch unter Einbeziehung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz vorbereitet. Der Durchführungsort ist abhängig von der Anzahl der Experten. Wünschenswert wäre eine Austragung dieses Gespräches in den Räumen des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz. Alternativ ist eine Nutzung der Räume des Tagungszentrums St. Josefstift in Dresden möglich.

Aktuelle Informationen zum Projekt werden dem Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, hier insbesondere dem Landesarbeitskreis Hospiz und der Fachöffentlichkeit, regelmäßig präsentiert.

Ziel Expertentreffen zum Thema „Räume für Trauernde“ ist eine strukturierte Analyse zu Möglichkeiten der Trauerbegleitung und Herstellung einer Transparenz zu den Angeboten mit den jeweiligen Zuständigkeiten, insbesondere der finanziellen Sicherung. Das Projekt fördert die Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland.

Sächsische Hospiz- und Palliativgespräche

Die, in den letzten Jahren seitens des Landeverbandes für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V. durchgeführten Fachtagungen, insbesondere der Hospizgespräche, haben aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen und der aktuellen Themen, insbesondere zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland gezeigt, dass der Bedarf nach aktuellen, übergeordneten, fachlich fundierten und multidisziplinären Bildungsangeboten gestiegen ist. Das Veranstaltungsformat der ganztägigen Fachtagung wurde von den Teilnehmern aus dem Hospiz-, Palliativ- und Pflegebereich haupt- und ehrenamtlich Tätigen als bereichernd und optimal empfunden. Dies Veranstaltungsformat hat sich ebenfalls als hervorragende Plattform für den fachübergreifenden und überregionalen Austausch und Vernetzung herauskristallisiert. Es trägt somit dem Kerngedanken des Hospiz- und Palliativgesetzes Rechnung und fördert den Dialog und das Miteinander-Voneinander-Lernen der Teilnehmer. In den Tagesforen lassen sich ebenso aktuelle und fachlich übergeordnete Informationen aus dem Bereich der Hospizarbeit und Palliativmedizin zeitnah und informativ gut vermitteln. Die Teilnehmer erhalten einen qualitativ hohen und fachlich fundierten Einblick. Aus diesen Erwägungen und Erfahrungen der letzten Jahre hat sich der Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V. entschieden, das Format der Bildungsveranstaltungen von kleinen Workshops und Vorträgen in Fachtagesforen zu ändern. Ein weiterer Aspekt der Änderung ist der gute, im vergangenen Jahr wiederbelebte konstruktive Kontakt zur Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit in Dresden. Dort wird eine Vielzahl an Workshops und Weiterbildungen angeboten. Um nicht die Konkurrenz zu fördern, sondern das vernetzende Miteinander zu leben, setzt der Landesverband sein Hauptaugenmerk auf die beschriebenen Bildungsforen.

 Umsetzung des Projektes:

Konzeptionell ist eine Umbenennung des Formates des bisherigen, einmal jährlich durchgeführten „Hospizgesprächs“  in 4 „Hospiz- und Palliativgespräche“ geplant. Die Foren werden auf ein qualitativ hohes Niveau konzipiert. Die genaue Durchführung der Hospiz- und Palliativgespräche richten sich nach dem jeweils bestgeeigneten Format bezüglich des Themas. Als optionale Formate werden ein Fachvortrag mit anschließendem Gespräch und ein best practise Beispiel, mehrere Fachvorträge oder Podiumsgesprächsrunden in Erwägung gezogen. Es werden geeignete Referenten eruiert  und angefragt. Hierbei werden die Mitglieder des Landesverbandes für Hospizarbeit und Palliativmedizin aktiv einbezogen. Als Durchführungsort hat sich der Landesverband für Hospizarbeit für das Tagungszentrum im St. Josef-Stift in Dresden entschieden. Hierfür sprechen die gute Erreichbarkeit und die kontinuierliche Durchführung der Hospiz- und Palliativgespräche an einem festen Ort.

Folgende Themen sind als Hospiz- und Palliativgespräch für 2018 avisiert:

Hospiz- und Palliativgespräch „Hospiz- und Palliativversorgung bei Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen“

Hospiz- und Palliativgespräch „Umsetzung der Handlungsempfehlung der Charta für schwerstkranke und Sterbende in Deutschland“

Hospiz- und Palliativgespräch „Hospiz und Palliativversorgung Jugendlicher und junger Erwachsener – Herausforderungen beim Übergang in die Erwachsenenversorgung”

Hospiz- und Palliativgespräch „Umsetzung der Pflegethemen des Hospiz- und Palliativgesetzes“

Als weitere, etablierte Bildungsveranstaltung wird das Koordinatorentreffen durchgeführt, das die Vernetzung der ambulanten Hospizdienste fördert.

Ziel der Bildungsarbeit ist die Sicherung der Qualität und die Verbreitung des Hospiz- und Palliativgedankens in der Öffentlichkeit und die Förderung der Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland.

“Quo vadis – 3 Jahre Hospiz- und Palliativgesetz”

Im Jahr 2015 wurde das Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) verabschiedet und ist derzeit noch in der Umsetzungsphase. Einige Inhalte konnten bereits aktiv umgesetzt werden z.B. die Verbesserung der Finanzierung der ambulanten Hospizarbeit. Bei anderen Themen wie z.B. die Verbesserung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen ist die Umsetzung derzeit noch schwierig.

Um eine Bestandsaufnahme der Umsetzung, insbesondere mit dem Fokus, was alles bisher umgesetzt wurde und die daraus entstehende Motivation für alle noch offenen Themen ist eine Konferenz zum Thema: „Quo vadis – 3 Jahre Hospiz- und Palliativgesetz“ geplant.

Insbesondere die Netzwerkarbeit soll im Fokus des Austausches mit Vertretern der Hospizarbeit und Palliativversorgung, Vertretern der Politik, Vertretern der Krankenkassen, Vertretern der Kommunen und Betroffene stehen.

Umsetzung des Projektes:

Drei Jahre nach der Verabschiedung des Hospiz und Palliativgesetzes wird eine Konferenz zur Umsetzung stattfinden. Die inhaltliche Vorbereitung wird durch den Landesverband unter Einbezug von Experten der Hospizarbeit und Palliativversorgung, stationärer Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Vertretern der Krankenkassen und Vertretern der Kommunen stattfinden. Als Veranstaltungsorte kommen das Tagungszentrum St. Josefstift in Dresden oder ein Hörsaal des Universitätsklinikums „Carl Gustav Carus“ Dresden in Frage.

Ziel des Netzwerkforums „Quo vadis – 3 Jahre Hospiz- und Palliativgesetz“ ist eine Standortbestimmung zur Umsetzung des Hospiz- und Palliativgesetzes und die Benennung weiterer Maßnahmen für die Umsetzung auf kommunaler und Bundeslandebene. Das Projekt fördert die Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland.

Zielgruppe:

Zielgruppe sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Hospizarbeit und Palliativversorgung, Vertretern der Politik, Vertretern der Krankenkassen, Vertretern der Kommunen und Betroffene.